Die Rupie fiel auf ein Allzeittief von 92,3475, wobei mutmaßliche Dollar-Verkaufsinterventionen der Reserve Bank of India stärkere Verluste verhinderten. Sie schloss mit einem Minus von 0,6 % bei 92,3275.
Die Rohölpreise stiegen auf über 100 Dollar pro Barrel – ein Niveau, das seit Mitte 2022 nicht mehr erreicht wurde – und erhöhten damit den Druck auf die Erdöl importierenden asiatischen Volkswirtschaften. Auch die indonesische Rupiah und der philippinische Peso erreichten Rekordtiefs.
Globale Aktien und Anleihen gerieten ebenfalls unter Druck; der MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien sank um fast 4 %, und die Futures deuteten auf einen schwierigen Handelsstart an der Wall Street hin. [MKTS/GLOB]
Indiens Leitindex Nifty 50 fiel um 1,7 %, der stärkste Tagesrückgang seit einem Monat, während die Rendite der richtungsweisenden 10-jährigen Anleihe um etwa 4 Basispunkte stieg.
Anleihen gaben auf allen Märkten von Tokio bis Großbritannien nach, da die Anleger Inflationsrisiken fürchteten, die durch die hohen Rohölpreise infolge des andauernden US-israelischen Feldzugs gegen den Iran ausgelöst wurden.
Indien rechnet seinerseits nicht damit, dass die Inflation durch den kriegsbedingten Anstieg der weltweiten Rohölpreise wesentlich steigen wird, sagte Finanzministerin Nirmala Sitharaman am Montag.
Indiens Verbraucherpreisinflation lag im Januar bei 2,75 % und damit am unteren Ende des Toleranzbereichs der Zentralbank von 2 % bis 6 %. Die Rupie wird jedoch voraussichtlich auf Interventionen der Zentralbank angewiesen sein, um drastische Abstürze zu vermeiden.
„Die RBI wird die Rupie kurzfristig wahrscheinlich weiter stützen, um die verstärkenden Effekte einer weiteren Abwertung auf die Ölimportrechnung zu begrenzen“, sagte Apoorva Javadekar, Chefökonom bei Muthoot FinCorp.
Die Belastung der Rupie zeigte sich auch in einem Sprung der Dollar-Rupie-Terminprämien, die die Kosten für die Absicherung gegen eine weitere Schwäche der Währung widerspiegeln. Die implizite 1-Jahres-Rendite stieg um fast 20 Basispunkte auf 2,93 %, den höchsten Stand seit Dezember.




















