HSBC hat eine geplante Investition in Höhe von 4 Milliarden Dollar in ihre eigenen Private-Credit-Fonds vorerst gestoppt, berichtete die Financial Times am Freitag. Dies geschah gut eine Woche, nachdem die Bank eine Belastung in Höhe von 400 Millionen Dollar im Zusammenhang mit dem Zusammenbruch des britischen Hypothekengebers Market Financial Solutions hinnehmen musste.

Die Unterbrechung durch Europas größtes Kreditinstitut ist das jüngste Anzeichen für Spannungen im weltweit 3,5 Billionen Dollar schweren Private-Credit-Markt.

Dieser Markt ist in den letzten Jahren rasant gewachsen und rückte zuletzt nach einigen prominenten Verlusten sowie Fragen zur mangelnden Transparenz des Sektors verstärkt in den Fokus der Regulierungsbehörden.

Die an der Londoner Börse notierte HSBC hatte den Investitionsplan über 4 Milliarden Dollar im Juni 2025 angekündigt.

Dem FT-Bericht zufolge seien bisher keine Mittel transferiert worden, und es gebe derzeit auch keine Pläne, dies zu tun, so zwei mit dem Entscheidungsprozess vertraute Quellen.

Der Bericht folgt auf Aussagen des HSBC-Verwaltungsratsvorsitzenden Brendan Nelson gegenüber den Aktionären, wonach die Bank eine Überprüfung ihrer Kreditrichtlinien und -praktiken nach der Belastung von 400 Millionen Dollar 'weitgehend abgeschlossen' habe.

Reuters konnte den Bericht nicht unmittelbar verifizieren. HSBC reagierte nicht sofort auf eine Anfrage von Reuters nach einer Stellungnahme.