Der Londoner FTSE 100 verzeichnete in dieser Woche den größten Sprung seit April und schloss am Freitag auf einem Rekordhoch, wobei Finanzwerte angesichts wachsender Erwartungen an eine Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve die Entwicklung anführten.
Der Blue-Chip-Index beendete den Tag 0,7 % höher auf Rekordniveau und legte im Wochenverlauf um 2,2 % zu.
Auch der Mid-Cap-Index stieg um 0,7 % und beendete die Woche mit einem Plus von 2,3 %.
Finanzwerte waren am Freitag die herausragenden Gewinner in beiden Indizes: Der Bankensektor kletterte um 1,8 % und die Aktien von Investmentbanken zogen am Tag um 2 % an.
Auch die Edelmetallförderer Fresnillo und Endeavour Mining gehörten zu den besten Performern im FTSE 100 und gewannen dank steigender Goldpreise jeweils 1 % bzw. 2 % hinzu.
Der Leitindex FTSE 100 erreichte im Verlauf der Woche mehrfach neue Rekordstände. Haupttreiber des Wochenanstiegs waren Gesundheitswerte, die um 12 % zulegten. Die Branche profitierte von Optimismus nach einer Vereinbarung zwischen Pfizer und der US-Regierung, die laut Analysten Unsicherheiten im Pharmasektor verringerte.
Unterdessen führte der anhaltende Regierungsstillstand in den USA dazu, dass der ursprünglich für Freitag geplante Arbeitsmarktbericht verschoben wurde.
Die Anleger blieben dennoch zuversichtlich: Händler preisten nach enttäuschenden Zahlen zu privaten Gehaltsabrechnungen zu Wochenbeginn eine nahezu sichere Zinssenkung der Fed noch in diesem Monat ein.
In Großbritannien zeigte eine Umfrage, dass die Geschäftstätigkeit im September so langsam wuchs wie seit fünf Monaten nicht mehr, da Unternehmen und Verbraucher größere Ausgabenentscheidungen zurückstellten, um abzuwarten, ob sie im November durch Steuererhöhungen im Haushalt betroffen sein könnten.
Viele Ökonomen gehen davon aus, dass Finanzministerin Rachel Reeves entweder Steuererhöhungen umsetzen oder die Ausgaben kürzen muss.
Unter den Einzelwerten fiel die Pub-Kette J D Wetherspoon um 5,6 % und lag damit am Ende des Mid-Cap-Index, nachdem das Unternehmen vor höheren Kosten durch mögliche Steuererhöhungen und gestiegene Sozialversicherungsbeiträge gewarnt hatte.
Der Distributor für technische Produkte und Dienstleistungen, Diploma, gewann 2,3 % hinzu, nachdem das Brokerhaus RBC seine Bewertung von ,,underperform" auf ,,outperform" angehoben hatte.























