Die im europäischen Leitindex STOXX 600 gelisteten Unternehmen werden im ersten Quartal voraussichtlich ein durchschnittliches Gewinnwachstum von 2,8 % ausweisen, so die Daten von LSEG I/B/E/S. Ohne Berücksichtigung des Energiesektors liegt die prognostizierte Wachstumsrate jedoch bei lediglich 0,3 %.
o Die Umsätze der europäischen Blue Chips außerhalb des Energiesektors werden voraussichtlich um durchschnittlich 1,1 % sinken
o Die Gewinne der Energieunternehmen sollen den Daten zufolge um 24,3 % steigen, da der Krieg im Nahen Osten die Ölpreise nach oben getrieben hat
o Dies steht in krassem Gegensatz zu den Prognosen vor dem Krieg; noch am 26. Februar war für die Energieriesen ein Rückgang der Q1-Gewinne um 2,0 % erwartet worden, wie Tajinder Dhillon, Leiter der Gewinnanalyse bei LSEG, gegenüber Reuters erklärte
o Obwohl die Rohöl-Futures angesichts zunehmender Friedensaussichten nachgegeben haben, liegen sie immer noch 30 % bis 40 % höher als vor den US-israelischen Schlägen gegen den Iran, die den Konflikt auslösten
o Die Schätzungen für die europäischen Unternehmensgewinne erfuhren eine deutliche Korrektur nach unten im Vergleich zur Prognose von 4,2 % Wachstum aus der Vorwoche
o Die Gewinne von Immobilienunternehmen und Versorgern werden laut dem I/B/E/S-Bericht voraussichtlich um 13,7 % bzw. 12,2 % sinken
o In sieben der letzten acht Quartale blieben die Umsätze hinter den Gewinnen zurück oder verzeichneten einen stärkeren Rückgang
o Dies könnte ein Zeichen dafür sein, dass sich die Bemühungen der Unternehmen um Kostensenkungen und Umstrukturierungen auszahlen
o Auch wenn der Krieg die Ergebnisse des ersten Quartals möglicherweise nicht massiv beeinflusst, könnte der Ausblick für 2026 laut Investoren in dieser Berichtssaison enttäuschen

















