Europäische Börsen im Nahost-Konflikt gefangen
Nach Rückschlägen in den beiden vorangegangenen Sitzungen tendieren die wichtigsten europäischen Indizes an diesem Freitagmorgen, dem vierzehnten Tag des Konflikts im Nahen Osten, erneut im Minus. Die Aktienmärkte bleiben durch die anhaltenden Kämpfe und die Spannungen bei den Ölpreisen belastet. Der CAC 40, der durch den Luxussektor nach unten gezogen wird, verliert 0,76 % auf 7.923 Punkte, während der Euro Stoxx 50 um 0,78 % und der Dax um 0,91 % nachgeben.
Veröffentlicht am 13.03.2026 um 10:38
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Am Ölmarkt gab die Sorte Brent gegen 10 Uhr um 0,51 % nach, blieb aber mit 101,20 USD über der 100-Dollar-Marke. WTI verlor seinerseits 0,19 % auf 96,35 USD. Ein dauerhafter Anstieg der Energiepreise könnte den Inflationsdruck erneut anheizen und die Zentralbanken zwingen, ihre Pläne für die Zinssätze zu überdenken. In der Eurozone rechnen die Märkte nun mit einer Zinserhöhung der EZB bis Juli, wobei die Wahrscheinlichkeit einer zweiten Anhebung bis Dezember auf 70 % geschätzt wird.
An der Statistikfront nahmen die Anleger die Inflationsdaten aus Frankreich zur Kenntnis. Auf Jahressicht stiegen die Verbraucherpreise im Februar 2026 um 0,9 %, nach einem Plus von 0,3 % im Januar, so das Statistikamt Insee. Das Institut revidierte zudem seine Schätzung für Januar im Vergleich zur Ende Februar veröffentlichten vorläufigen Bewertung um 0,1 Punkte nach unten. Diese Beschleunigung der Inflation ist weitgehend auf einen weniger ausgeprägten Rückgang der Energiepreise (-2,9 % nach -7,6 %) zurückzuführen, insbesondere aufgrund eines Basiseffekts bei den Strompreisen, die im Februar 2025 stark gesunken waren.
In den USA werden die Anleger um 13:30 Uhr die Veröffentlichung des PCE-Index verfolgen, das von der Federal Reserve bevorzugte Maß für die Inflation, während die nächste geldpolitische Entscheidung der Fed für nächste Woche (17.-18. März) erwartet wird.
Luxuswerte im roten Bereich
In diesem Kontext der Ölkrise steht TotalEnergies (+1,36 %) an der Spitze des CAC 40-Index.
Luxuswerte hingegen werden stark abgestraft. Kering (-2,70 %), L'Oréal (-2,04 %) und LVMH (-2,05 %) bilden das Schlusslicht des Pariser Leitindex, da der Sektor eines der Hauptopfer der anhaltenden Spannungen im Nahen Osten bleibt. Nach Schätzungen von Bernstein stehen LVMH, Richemont und Kering mit 8 % ihres Umsatzes in der Region an vorderster Front, während Häuser wie Hermès (-1,08 %) dort eine begrenztere lokale Präsenz aufweisen.
Worldline (+18 %) schießt an der Spitze des SBF 120 nach oben, nachdem eine Kapitalerhöhung in Höhe von 392 Mio. EUR angekündigt wurde.
In den Unternehmensnachrichten gab Euronext gestern eine Neuzusammensetzung des SBF 120 bekannt, die durch den Aufstieg des Biopharma-Unternehmens DBV Technologies und den Abstieg des Spezialisten für natürliche Aromen Robertet gekennzeichnet ist.
Am Devisenmarkt verliert der Euro 0,59 % auf 1,1454 USD.

















