Seit der Pandemie hat sich das Blatt dramatisch gewendet: Die Marktkapitalisierung des Agrochemie-Spezialisten aus Pennsylvania ist gegenüber ihrem Höchststand Ende 2022 um beinahe 90 % eingebrochen – ein Absturz, der auch in der im Dezember beschlossenen Dividendenkürzung Ausdruck findet.

Tatsächlich hat das Unternehmen mit einer Reihe von Gegenwinden zu kämpfen. Anhaltende Lagerbestandsabbauten bei den Distributoren sowie zunehmender Preisdruck durch Generika belasten sowohl Absatzvolumen als auch Margen erheblich.

Nahezu alle Absatzmärkte befinden sich in einer angespannten Lage – mit Ausnahme Nordamerikas, das zwar nur knapp ein Drittel des Konzernumsatzes ausmacht, aber weiterhin als defensives Rückgrat dient. Auch dort bleibt das Wachstum jedoch schwach.

Der Konzernumsatz ist rückläufig und dürfte in den kommenden drei Geschäftsjahren unter dem Niveau von 2018 verharren. Für das operative Ergebnis zeichnet sich sogar ein noch deutlicherer Rückgang ab.

Diese jüngsten Rückschläge verdecken jedoch nicht die Tatsache, dass FMC über eine langfristig überzeugende operative Historie verfügt. Über die Jahre betrachtet, ist das Betriebsergebnis kontinuierlich gewachsen – ebenso wie die Dividendenausschüttungen. Auch die Bilanz galt bis zur scharfen Gewinnkompression der letzten beiden Jahre als ausgesprochen solide.

Die Börsenbewertung notiert aktuell bei weniger als der Hälfte des bilanziellen Eigenkapitals – ein historischer Tiefstand, zumal das Verhältnis in der Vergangenheit typischerweise bei dem Drei- bis Vierfachen lag. Für Anleger, die auf eine zyklische Erholung des Agrarsektors setzen möchten, könnte FMC daher ein interessantes Comeback-Investment darstellen.