Southwest Airlines hat am Donnerstag bekanntgegeben, dass Doug Brooks, ein langjähriges Mitglied des Unternehmens, ab dem 1. August als unabhängiger Vorsitzender des Verwaltungsrats fungieren wird.
Die Ernennung folgt auf die Entscheidung von Rakesh Gangwal, von seinem Amt als Vorsitzender zurückzutreten. Grund hierfür seien zusätzliche zeitliche Verpflichtungen, die nicht im Zusammenhang mit Southwest stehen. Gangwal bleibt jedoch weiterhin Mitglied des Verwaltungsrats. Er hatte den Vorsitz erst im vergangenen November übernommen.
Zudem gab Southwest die Einrichtung eines neuen ,,Fleet Oversight Committee" bekannt, das den Verwaltungsrat bei der Überwachung der Flottenstrategie des Unternehmens unterstützen soll. Gangwal wird den Vorsitz dieses Komitees übernehmen.
Darüber hinaus bleibt Gangwal laut Unternehmensangaben weiterhin Mitglied im Finanz- sowie im Nominierungs- und Corporate-Governance-Ausschuss.
Brooks ist seit 2010 Mitglied des Verwaltungsrats von Southwest Airlines und war zuvor Chief Executive Officer bei Brinker International.
Southwest Airlines kämpft weiterhin damit, nach der COVID-19-Pandemie wieder Fuß zu fassen. Die enttäuschenden Geschäftsergebnisse haben den Druck erhöht, das Geschäftsmodell grundlegend zu überarbeiten.
Im Zuge der Veränderungen hat Southwest unter anderem seine offene Sitzplatzpolitik beendet, die über fünf Jahrzehnte das Markenzeichen der Fluggesellschaft war. Zudem wurde ein neuer Basic-Economy-Tarif eingeführt und im vergangenen Quartal begann das Unternehmen, Gebühren für aufgegebenes Gepäck zu erheben - eine Abkehr von der bislang einzigartigen Gratisregelung.
Die anhaltend schwache Nachfrage im US-amerikanischen Inlandsreisemarkt, die unter anderem auf die Nachwirkungen des Handelskriegs unter Präsident Donald Trump zurückzuführen ist, verschärft die Herausforderungen von Southwest zusätzlich. Die größte Inlandsfluggesellschaft der USA senkte vergangene Woche ihre Gewinnerwartung für das laufende Jahr um bis zu 1,1 Milliarden US-Dollar.



















