Der Konzern aus Atlanta sieht seinen Umsatz 2025 an die Marke von 48 Mrd. US-Dollar heranreichen, nach 47 Mrd. im Vorjahr und weniger als 37 Mrd. im Jahr 2021.
Zwar fällt der Zuwachs moderat aus – in etwa auf Höhe der Inflation –, doch scheint Coca-Cola damit eine schmerzhafte Phase hinter sich gelassen zu haben, in der das Unternehmen im Zyklus 2010–2020 sechs Jahre in Folge rückläufige Umsätze verzeichnete.
Im Dezember kündigte der Konzern aus Atlanta die Ernennung von Henrique Braun zum Chief Executive Officer an. Der langjährige Konzernveteran mit klar operativem Profil dürfte sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen konzentrieren.
Damit zeichnet sich möglicherweise ein Kurswechsel nach der Amtszeit des Briten James Quincey ab, der seinerseits eine Diversifizierungsstrategie vorangetrieben hatte, die man trotz des Fehlgriffs bei Costa Coffee als relativ erfolgreich bezeichnen kann.
Tatsächlich ist unter Quincey, der 2017 antrat, der Gewinn vor Steuern und Sondereffekten um die Hälfte gestiegen, während die Dividendenausschüttungen an die Aktionäre um 40 % zunahmen.
Als altehrwürdiges Blue Chip-Unternehmen im S&P 500, zu dessen größten Aktionären der Mischkonzern Berkshire Hathaway zählt, wird Coca-Cola seit einem Jahrzehnt im Durchschnitt mit dem 25-Fachen seines Gewinns bewertet. Um dieses Multiple pendelt die Aktie auch weiterhin.
In einem anderen Zusammenhang ist der Konzern jedoch seinen Steuerstreit mit dem Internal Revenue Service (IRS) nicht los, der sich um Verrechnungspreise und die tatsächliche geografische Zuordnung immaterieller Vermögenswerte dreht.
Dieser Rechtsstreit könnte das Unternehmen 16 bis 18 Mrd. US-Dollar kosten – also deutlich mehr als ein Jahresgewinn –, sollte Coca-Cola im Berufungsverfahren unterliegen. Er dürfte zudem auch anderen US-Multinationals, die Steueroptimierung betreiben, Sorgen bereiten.
Dem jüngsten Kursverlauf nach zu urteilen scheinen die Investoren allerdings keine größeren Befürchtungen zu hegen. Es sei denn, Coca-Cola profitiert von einer spürbaren Sektorrotation weg von – durch KI stark durchgeschüttelten – Technologiewerten hin zu als defensiver geltenden Titeln...



















