Roboter und Automobile bilden das Herzstück der physischen künstlichen Intelligenz und teilen eine breite Palette bestehender Sensortechnologien sowie weiterer Hardware. So entwickeln Autohersteller beispielsweise Roboter, um Aufgaben im Lager und in der Produktion zu automatisieren. He Xiaopeng, Gründer und CEO des Unternehmens – einer der meistverkauften chinesischen Elektroauto-Startups und Volkswagen-Partner – sagte am Donnerstag, dass integrierte KI-Fähigkeiten mit XPengs eigener "Turing"-KI-Chiptechnologie dem Unternehmen angesichts des intensiven Wettbewerbs einen Vorteil verschaffen würden. "XPeng will definitiv nicht einfach nur ein Autohersteller sein, der Hardware billig verkauft", erklärte er auf einer Veranstaltung in Guangzhou. "Wir wollen ein globales Technologieunternehmen werden, ein Unternehmen mit starker Differenzierung."
Die Neuausrichtung erinnert an ähnliche Bestrebungen von Elon Musks Tesla, das ebenfalls in die Herstellung humanoider Roboter und Robotaxis expandiert – ein Trend, der mit dem weltweiten Anstieg des KI-Einsatzes einhergeht. Das wachsende Interesse an physischer KI unterstreicht auch die Chiptechnologiefirma Arm Holdings, die diese Woche gegenüber Reuters erklärte, dass sie eine eigene physische KI-Einheit gegründet habe, um ihre Präsenz im Robotikmarkt auszubauen. Ein weiterer chinesischer Autobauer, Li Auto, verkündete 2023 eine Neuausrichtung auf KI. Gründer Li Xiang gab an, dass das Unternehmen jährlich mehr als 6 Milliarden Yuan (¥859,1 Millionen) in KI-Modelle, Rechenleistung und Infrastruktur investiere.
Der Strategiewechsel von Xpeng erfolgt zudem vor dem Hintergrund eines jahrelangen Preiskriegs auf dem chinesischen Automarkt – dem größten der Welt –, der die Gewinne belastet hat. He Xiaopeng präsentierte in Guangzhou vier überarbeitete Fahrzeugmodelle und hob neue Software-Features hervor, darunter 3D-Navigationssysteme, fortschrittliche Gefahrenwarnungen außerhalb des direkten Sichtfelds sowie Verbesserungen bei autonomen Fahrsystemen. Er betonte, dass Xpeng weiterhin Personal einstelle und in die Entwicklung autonomer Fahrsysteme und humanoider Roboter auf Basis eigener KI-Kompetenzen investiere. Die Serienproduktion humanoider Roboter soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 beginnen, während die Straßentests von Robotaxis "sehr bald" starten sollen, so He. Im dritten Quartal verzeichnete Xpeng einen Nettoverlust von 380 Millionen Yuan; He hatte zuvor angekündigt, bis Ende 2025 die Gewinnschwelle erreichen zu wollen.



















