Die Auslieferungen neuer Fahrzeuge blieben im Geschäftsjahr 2025 gegenüber dem Vorjahr stabil. Der Umsatz und der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Sondereffekten gingen jedoch um 6,3 % beziehungsweise 11,5 % zurück.
Die Traum-Margen aus der Zeit der Pandemie gehören der Vergangenheit an. Sowohl das Automobilsegment als auch das Segment Finanzdienstleistungen – mit Abstand das profitabelste – verzeichnen ein operatives Ergebnis, das um ein Drittel unter dem Niveau von 2021 liegt.
Die konsolidierte operative Marge befindet sich zudem auf einem Zwanzigjahrestief, mit Ausnahme der Zeit der Subprime-Krise und des Jahres 2020 – dem Jahr des ersten Covid-Schocks, der eine weitgehende Lähmung der Weltwirtschaft auslöste.
Die Kapitalrendite der Vermögenswerte bewegt sich zwar weiterhin im unteren Bereich ihres historischen Durchschnitts. Da BMW jedoch zuletzt seinen finanziellen Hebel reduziert hat – was man dem Konzern kaum vorwerfen kann –, fällt die Eigenkapitalrendite entsprechend schwächer aus.
Angesichts amerikanischer Zölle, regulatorischer Hürden in Europa und verlorener Marktanteile in China verdient die Widerstandsfähigkeit von BMW – ebenso wie jene von Mercedes-Benz oder Volkswagen – dennoch einen gewissen Respekt.
Im Gegensatz zu Porsche, das Anfang letzter Woche ebenfalls in unseren Aktienanalysen diskutiert wurde, hält der Münchner Hersteller zudem unbeirrt an seinen Ambitionen im Bereich Elektromobilität fest. Langfristig soll diese Kategorie die Hälfte der verkauften Fahrzeuge ausmachen.
BMW verfügt weiterhin über eine sehr solide Bilanz und wird in diesem Jahr eine Dividende von 4,40 Euro je Stammaktie ausschütten. Diese Dividende ist in den vergangenen zehn Jahren jedoch nur um 25 % gestiegen – ein Tempo, das nicht ausreicht, um die Inflation in Deutschland zu übertreffen.
Allerdings konnten sich die Aktionäre mit Sonderausschüttungen in den Jahren 2021, 2022 und 2023 trösten.
An der Börse wird BMW weiterhin nur mit etwa der Hälfte seines Eigenkapitalwertes bewertet – ein historisches Tief, das in den vergangenen zwanzig Jahren lediglich drei Mal erreicht wurde: 2009 während der Subprime-Krise, 2020 und erneut seit Ende 2024, nach dem massiven Einbruch des deutschen Automobilsektors.
Abgesehen von der Pandemie – und den massiven Verzerrungen, die sie verursachte – wurde der Hersteller seit 2018 nicht mehr zum Buchwert gehandelt. Damals erzielte BMW einen Gewinn je Aktie von 13 Euro, gegenüber etwas weniger als 12 Euro im Geschäftsjahr 2025.
Mit seinem Abschlag auf das Eigenkapital und einer Dividendenrendite, die nun dauerhaft über 5 % liegt, sendet der Markt ein klares Signal: Er glaubt nicht mehr an die Fähigkeit von BMW, seine Gewinne künftig weiter zu steigern.


















