Der deutsche Pharma- und Biotechnologiekonzern Bayer gab am Donnerstag bekannt, dass er zusätzliche Rückstellungen in Höhe von 1,2 Milliarden Euro (1,37 Milliarden US-Dollar) für laufende Rechtsstreitigkeiten in den Vereinigten Staaten um das Unkrautvernichtungsmittel Roundup gebildet hat.

Der deutsche Konzern erklärte, dass er auf währungsbereinigter Basis nun einen Jahresumsatz von 46 bis 48 Milliarden Euro erwartet, was einer Erhöhung um 1 Milliarde Euro gegenüber der vorherigen Prognose entspricht.

Bayer, das mit kostspieligen Produkthaftungsklagen in den USA zu kämpfen hat, hat bereits rund 10 Milliarden US-Dollar gezahlt, um umstrittene Klagen beizulegen, wonach das glyphosathaltige Roundup krebserregend sei.

Die Kläger gaben an, dass sie aufgrund der Verwendung von Roundup zu Hause oder am Arbeitsplatz an Non-Hodgkin-Lymphomen und anderen Krebsarten erkrankt seien. Das Unternehmen hat Glyphosat in US-Verbraucherprodukten inzwischen durch andere Unkrautvernichtungsmittel ersetzt.

Am Donnerstag gab Bayer eine bedeutende Einigung mit einer Anwaltskanzlei der Kläger bekannt, wodurch die Zahl der ungelösten Glyphosat-Klagen auf 61.000 reduziert wurde. Von den insgesamt 192.000 Klagen seien 131.000 beigelegt oder als unzulässig eingestuft worden, teilte Bayer mit.

Bayer prognostiziert für 2025 ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zwischen 9,7 Milliarden Euro und 10,2 Milliarden Euro.

Der Konzern meldete außerdem einen vorläufigen Umsatz für das zweite Quartal von rund 10,7 Milliarden Euro und ein EBITDA vor Sondereinflüssen von rund 2,1 Milliarden Euro.

Bayer wird seine Ergebnisse für den Zeitraum April bis Juni am 6. August veröffentlichen.

(1 US-Dollar = 0,8759 Euro)