HALBJAH RES-FINANZBERICHT
FINANZKENNZAHLEN
Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||||||
in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % | |||||||
Nettozinsertrag | 903,4 | 632,6 | 42,8 | |||||||
Provisionsüberschuss | 179,3 | 151,6 | 18,3 | |||||||
Operative Kernerträge | 1.082,7 | 784,2 | 38,1 | |||||||
Sonstige Erträge1 | 3,0 | -10,3 | - | |||||||
Operative Erträge | 1.085,7 | 773,9 | 40,3 | |||||||
Operative Aufwendungen | -404,3 | -253,5 | -59,5 | |||||||
Ergebnis vor Risikokosten | 681,4 | 520,3 | 31,0 | |||||||
Regulatorische Aufwendungen | -20,0 | -8,0 | <-100 | |||||||
Risikokosten | -111,2 | -57,8 | -92,4 | |||||||
Jahresüberschuss vor Steuern | 551,9 | 456,1 | 21,0 | |||||||
Steuern vom Einkommen | -140,7 | -114,1 | -23,3 | |||||||
Nettogewinn | 411,2 | 341,9 | 20,3 | |||||||
Erfolgskennzahlen Werte auf Jahresbasis | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | |||||||
Return on Common Equity2 | 22,8% | 20,2% | 2,6 | |||||||
Return on Tangible Equity2 | 26,7% | 24,0% | 2,7 | |||||||
Nettozinsmarge | 3,29% | 3,07% | 0,22 | |||||||
Cost/Income Ratio | 37,2% | 32,8% | 4,4 | |||||||
Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,40% | 0,28% | 0,12 | |||||||
Aktienbezogene Kennzahlen | ||||||||||
Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % | ||||||||
Periodengewinn vor Steuern je Aktie (in €)3 | 6,96 | 5,77 | 20,6 | |||||||
Nettogewinn je Aktie (in €)3 | 5,19 | 4,32 | 20,1 | |||||||
Buchwert je Aktie (in €)2 | 46,30 | 43,91 | 5,4 | |||||||
Buchwert je Aktie abzgl. immaterieller Vermögenswerte (in €)2 | 39,54 | 37,20 | 6,3 | |||||||
Im Umlauf befindliche Aktien am Ende der Periode | 78.524.046 | 78.507.604 | - | |||||||
Bilanz | ||||||||||
in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | |||||
Bilanzsumme | 72.760 | 71.341 | 2,0 | 53.633 | 35,7 | |||||
Zinstragende Vermögenswerte | 55.913 | 51.944 | 7,6 | 40.843 | 36,9 | |||||
Kundenkredite | 49.300 | 45.496 | 8,4 | 33.116 | 48,9 | |||||
Kundenrefinanzierung | 62.128 | 61.254 | 1,4 | 45.541 | 36,4 | |||||
Eigenkapital (exkl. AT1-Kapital)2 | 3.636 | 3.593 | 1,2 | 3.447 | 5,5 | |||||
Eigenkapital abzgl. immaterieller Vermögenswerte2 | 3.105 | 3.061 | 1,4 | 2.920 | 6,3 | |||||
Risikogewichtete Aktiva | 23.351 | 20.627 | 13,2 | 17.995 | 29,8 | |||||
Bilanzkennzahlen | ||||||||||
Jun 2025 | Dec 2024 | Vdg. %Pkt. | Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | ||||||
Common Equity Tier 1 Quote2 | 13,5% | 15,2% | -1,7 | 16,5% | -3,0 | |||||
Gesamtkapitalquote2 | 19,9% | 21,2% | -1,3 | 22,1% | -2,2 | |||||
Leverage Ratio2 | 5,1% | 5,2% | -0,1 | 6,2% | -1,1 | |||||
Liquidity Coverage Ratio (LCR) | 237% | 249% | -12 | 220% | 17 | |||||
NPL Ratio | 0,7% | 0,8% | -0,1 | 1,1% | -0,4 | |||||
Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen.
Alle Angaben zu Eigenkapital, Kapital, Quoten und aktienrelevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2025 reflektieren den Abzug der Dividende in Höhe von 226 Mio. € und des Aktienrückkaufs in Höhe von 175 Mio. € .
Vor Abzug des AT1-Kupons.
Anmerkung: Definitionen und Details zur angewandten Berechnungsmethodik siehe Kapitel "Definitionen".
INHALTKONZERN- HALBJAHRESLAGEBERICHT ..........................................................................................................................................5
WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNG...................................................................................................................................................... 6
ERGEBNIS- UND BILANZANALYSE ................................................................................................................................................................................................. 9
GESCHÄFTSSEGMENTE 14
AUSBLICK UND ZIELE 20
RISIKOMANAGEMENT 21
KONZERN-HALBJAHRESABSCHLUSS 23
KONZERNRECHNUNG 24
ANHANG (NOTES) 30
RISIKOBERICHT 66
ERKLÄRUNG ALLER GESETZLICHEN VERTRETER 83
DEFINITIONEN 84
GLOSSAR 87
Disclaimer:
Bestimmte der in diesem Bericht enthaltenen Aussagen können Darstellungen von oder Aussagen über zukünftige Annahmen oder Erwartungen sein, die auf gegenwärtigen Annahmen und der gegenwärtigen Sicht des Managements beruhen, und bekannte und unbekannte Risiken und Ungewissheiten beinhalten, die zu beträchtlichen Abweichungen von den tatsächlichen Ergebnissen, Leistungen oder Ereignissen führen können.
Tatsächliche Ergebnisse können von den prognostizierten wesentlich abweichen und berichtete Ergebnisse sollten nicht als Hinweis auf zukünftige Entwicklungen betrachtet werden.
Weder die BAWAG Group selbst noch irgendeines ihrer verbundenen Unternehmen sowie deren Berater oder Vertreter haften in irgendeiner Art und Weise (fahrlässig oder anderweitig) für irgendwelche Schäden jeglicher Art oder für Verluste, die in Zusammenhang mit der Verwendung dieses Berichts oder der enthaltenen Inhalte oder anderweitig in Zusammenhang mit diesem Dokument entstehen.
Dieser Bericht stellt weder ein Angebot noch eine Einladung zum Kauf oder Verkauf oder zur Zeichnung irgendwelcher Wertpapiere dar und seine Inhalte oder Teile davon dürfen keine Grundlage oder Vertrauensbasis irgendeines Vertrags oder irgendeiner Verpflichtung bilden.Die Tabellen in diesem Bericht können Rundungsdifferenzen enthalten.
Sämtliche in diesem Bericht verwendeten personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.
KONZERN- HALBJAHRESLAGEBERICHT WIRTSCHAFTLICHE UND REGULATORISCHE ENTWICKLUNGMAKROÖKONOMISCHE ENTWICKLUNGEN
Verfasst von Prof. Dr. Ewald Nowotny, ehemaliger Gouverneur der Österreichischen Nationalbank, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der BAWAG und aktueller Berater des Aufsichtsrats der BAWAG Group
Markttrends Internationale PerspektivenDie Wachstumserwartungen für 2025 sind für die zwei wichtigsten Staaten der Weltwirtschaft gedämpft (USA: 1,6%, China 4,7%). Die Inflationsrate in den USA wird mit 3,9% erwartet, für China sind bereits Tendenzen einer Deflation, also einem sinkenden Preisniveau, zu beobachten. Vor allem aber ist die internationale Wirtschaftsentwicklung derzeit von einem hohen Grad an Unsicherheit geprägt. Die derzeitige US-Regierung implementiert protektionistische Maßnahmen, wie dem Aufbau hoher Zölle, die das internationale Handelsumfeld beeinflussen.
Neben der wirtschaftlichen Unsicherheit bestehen auch eine Vielzahl politischer Krisenherde, insbesondere in Bezug auf die Ukraine und den Nahen Osten.
Auch bei Weiterbestehen der wirtschaftlichen Dominanz der USA hat sich als Folge der jüngsten politischen Maßnahmen der Regierung in den vergangenen Monaten eine allmähliche Abschwächung des US-Dollars ergeben. So hat seit Jahresbeginn der US-Dollar gegenüber dem Euro um rund 10 % verloren. Hintergrund dieser Entwicklung ist zum einen die Erwartung, das derzeit schon gewaltige Budgetdefizit der USA (2024: 6%) werde durch neue Budgetbeschlüsse noch weiter zunehmen, zum anderen die Bedenken, der US-Dollar werde verstärkt in internationalen politischen Zusammenhängen herangezogen. Infolgedessen haben einige ausländische Zentralbanken ihre Bestände an US-Staatsanleihen an ihren Währungsreserven reduziert. Mangels überzeugender Alternativen wird der US-Dollar auf absehbare Zeit weiterhin als "sicherer Hafen" die wichtigste Veranlagungswährung bleiben. Die relative Bedeutung ist aber zurückgegangen, während Veranlagungen in Gold und bestimmten anderen
Währungen zugenommen haben. Kryptowährungen werden von Notenbanken aus ökonomischer Sicht nicht als Anlagemöglichkeit betrachtet.
Die zweitwichtigste Veranlagungswährung für Währungsreserven ist der Euro (20%), und es ist zu bemerken, dass etwa 40% des Welthandels in Euro abgewickelt wird, ein Spiegelbild der Offenheit und Integration der europäischen Wirtschaft.
EU und Euro-RaumFür den Euro-Raum wird für 2025 ein Wirtschaftswachstum von 0,9% erwartet, für 2026 von 1,2%. Die Inflation soll deutlich zurückgehen, wobei das Inflationsziel der EZB von 2% Ende 2025 erreicht werden sollte. Während EU-Staaten im Süden und Norden Europas bereits für 2025 deutliche Wachstumsdynamiken zeigen (z.B. Spanien, ebenso wie Dänemark jeweils 2,6%), bleiben wichtige Märkte wie Deutschland und Österreich in Bezug auf Wirtschaftswachstum noch zurück (siehe Tabelle). Deutschland, Europas größte Volkswirtschaft, hat kürzlich die Verschuldungsbegrenzung weitgehend aufgehoben und einen Sonderhaushalt von 500 Mrd. € zur Finanzierung von Ausgaben im Bereich der Infrastruktur und der Klimapolitik geschaffen. Diese Maßnahmen zielen darauf ab, zur allmählichen Verbesserung der Wirtschaft in Deutschland als auch den Nachbarstaaten, wie Österreich, beizutragen.
Der Rückgang der Inflation im Euroraum ermöglichte der EZB im Juni eine weitere - nunmehr achte - Zinssenkungsrunde. Der Einlagenzinssatz wurde auf 2% festgelegt. Die weitere Entwicklung der Zinssätze wird von der wirtschaftlichen Dynamik abhängen, wobei aktuelle Signale lediglich auf limitierte weitere Zinssenkungen bis Jahresende hindeuten.
AusblickInmitten anhaltender globaler wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten bleiben die Vereinigten Staaten die führende Macht, doch Europa konzentriert sich zunehmend darauf,
seine eigene Resilienz zu stärken - insbesondere durch eine vertiefte Integration und einen robusten gemeinsamen Markt.
Im militärischen Bereich wird es in Europa zu einer Erhöhung der Militärausgaben kommen, die zu erhöhten budgetären und innenpolitischen Belastungen führen könnten. Eine koordinierte Investitionsstrategie könnte jedoch sowohl der Sicherheit als auch der Zivilindustrie zugutekommen. Im wirtschaftspolitischen Bereich wird es darum gehen, den gemeinsamen europäischen Binnenmarkt auszubauen und Initiativen wie die Europäische Kapitalmarktunion voranzutreiben.
Es ist den Notenbanken in den USA und im Euro-Raum bislang gelungen, nach Zeiten hoher Inflationsraten eine Stagflation zu verhindern. Sie müssen jedoch auch langfristig die Stabilität sichern. Die Zeiten extrem niedriger Zinsen sind vorbei; es wird erwartet, dass sich die Zinsen auf dem derzeitigen Niveau stabilisieren.
Für Europa ist für die nächsten Jahre ein langsamer und relativ schwacher Wirtschaftsaufschwung zu erwarten - wobei erhebliche Unsicherheiten bestehen. Politische Veränderungen in Deutschland könnten diese Erholung unterstützen, während Wahlen in anderen Ländern, wie etwa in Frankreich, die allgemeine Stabilität beeinflussen könnten.
In Österreich erholt sich die Wirtschaft nach Jahren der Rezession allmählich. Um diesen Aufschwung zu sichern, muss das Land die Inflation an den Durchschnitt der Länder in der Eurozone angleichen und das Haushaltsdefizit verringern, ohne das Wachstum zu beeinträchtigen. Der österreichische Bankensektor, der durch seine Stabilität geprägt ist, wird eine zentrale Rolle bei der Unterstützung des wirtschaftlichen Fortschritts spielen.
Makroökonomische Daten in unseren Kernmärkten 2025 | ||||||||||
in % | Österreich | Deutschland | Niederlande | Euro-Raum | USA | |||||
BIP-Wachstumsrate | - | 0,2 | 0,9 | 0,9 | 1,6 | |||||
Inflationsrate | 2,9 | 2,3 | 3,6 | 2,0 | 3,9 | |||||
Arbeitslosenquote | 5,4 | 3,6 | 3,9 | 6,3 | 4,1 | |||||
Ausblick für 2026 | ||||||||||
BIP-Wachstumsrate | 1,2 | 1,2 | 1,1 | 1,2 | 1,5 | |||||
Inflation | 2,2 | 2,1 | 2,5 | 1,8 | 2,8 | |||||
Datenquellen: OECD, Wifo | ||||||||||
REGULATORISCHE ENTWICKLUNGEN
Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte ihre direkte Aufsicht über die wichtigsten Kreditinstitute der Eurozone, einschließlich der BAWAG Group, im Rahmen des einheitlichen Aufsichtsmechanismus (SSM) fort. Die Aufsichtsprioritäten des SSM für die Jahre 2025-2027 spiegeln die mittelfristige Strategie der EZB-Bankenaufsicht wider und setzen sich aus der Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegen unmittelbare makroökonomische Bedrohungen und geopolitische Schocks, der effektiven und zeitnahen Behebung von anhaltenden wesentlichen Mängeln und der Stärkung von Digitalisierungs-strategien und neu auftretenden Herausforderungen, die sich aus dem Einsatz neuer Technologien ergeben, zusammen.
Ein bedeutender regulatorischer Meilenstein wurde mit der vollständigen Umsetzung der finalen Basel III Reformen -allgemein als Basel IV bezeichnet - in EU Recht erreicht. Die Kapitaladäquanzverordnung (CRR III) und die Kapitaladäquanzrichtlinie (CRD VI), die am 19. Juni 2024 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht wurden, tragen am 1. Jänner 2025 in Kraft. Übergangsregeln erstrecken sich über einen Zeitraum von fünf Jahren.
Der überarbeitete Rahmen bringt Änderungen bei der Berechnung der risikogewichteten Aktiva und der Kapitalanforderungen mit sich, darunter:
Einführung eines Output-Floors, der die Kapitalvorteile von Risikomodellen begrenzt
Aktualisierung des Standardansatzes für das Kreditrisiko
Änderungen des auf internen Ratings basierenden Ansatzes (IRB) für das Kreditrisiko
Ein neuer Rahmen für das operationelle Risiko
Änderungen des Marktrisikorahmens und der Berechnung von Kreditbewertungsanpassungen (CVA)
BAWAG hat 90% des Geschäfts im Standardansatz, wodurch es keinen RWA-Auftrieb durch den Basel IV-Output-Floor (20Pkt. Puffer) gibt.
Die Europäische Bankenaufsichtsbehörde (EBA) wird weiterhin eine zentrale Rolle bei der Entwicklung technischer Standards und Leitlinien spielen, um eine einheitliche Umsetzung in der gesamten Europäischen Union zu gewährleisten.
Wir werden die anstehenden regulatorischen Änderungen weiterhin proaktiv und regelmäßig beobachten und in unseren Geschäftsplänen entsprechend berücksichtigen. Die BAWAG Group sieht sich aufgrund ihrer starken Kapitalposition und ihres profitablen Geschäftsmodells gut auf die kommenden Anforderungen vorbereitet.
ERGEBNIS- UND | ||||||||
ERLÄUTERUNG DER GEWINN- UND | ||||||||
Gewinn- und Verlustrechnung | ||||||||
in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. | Vdg. % | ||||
Nettozinsertrag | 903,4 | 632,6 | 270,8 | 42,8 | ||||
Provisionsüberschuss | 179,3 | 151,6 | 27,7 | 18,3 | ||||
Operative Kernerträge | 1.082,7 | 784,2 | 298,5 | 38,1 | ||||
Sonstige Erträge1 | 3,0 | -10,3 | 13,3 | - | ||||
Operative Erträge | 1.085,7 | 773,9 | 311,8 | 40,3 | ||||
Operative Aufwendungen2 | -404,3 | -253,5 | -150,8 | -59,5 | ||||
Ergebnis vor Risikokosten | 681,4 | 520,3 | 161,1 | 31,0 | ||||
Regulatorische Aufwendungen | -20,0 | -8,0 | -12,0 | <-100 | ||||
Operatives Ergebnis | 661,4 | 512,3 | 149,1 | 29,1 | ||||
Risikokosten | -111,2 | -57,8 | -53,4 | -92,4 | ||||
Ergebnis von at-equity bewerteten Beteiligungen | 1,7 | 1,5 | 0,2 | 13,3 | ||||
Jahresüberschuss vor Steuern | 551,9 | 456,1 | 95,8 | 21,0 | ||||
Steuern vom Einkommen | -140,7 | -114,1 | -26,6 | -23,3 | ||||
Jahresüberschuss nach Steuern | 411,2 | 341,9 | 69,3 | 20,3 | ||||
Nicht beherrschende Anteile | - | - | - | - | ||||
Nettogewinn | 411,2 | 341,9 | 69,3 | 20,3 | ||||
VERLUSTRECHNUNG UND DER BILANZ
Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen.
Gemäß IFRS umfasst die Position "Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen" auch regulatorische Aufwendungen in Höhe von 16,1 Mio. € für das Halbjahr 2025 (Halbjahr 2024: 5,5 Mio. €). Die Position "Operative Aufwendungen" enthält ebenfalls regulatorische Aufwendungen in Höhe von 3,9 Mio. € für das Halbjahr 2025 (Halbjahr 2024: 2,5 Mio. €). Das Management der BAWAG betrachtet regulatorische Aufwendungen jedoch als gesonderten Aufwandsposten. Dementsprechend werden diese im konsolidierten Konzernlagebericht separat unter den Aufwendungen dargestellt.
Der Nettogewinn erhöhte sich im ersten Halbjahr 2025 um 20,3% bzw. 69,3 Mio. € auf 411,2 Mio. €. Die zugrunde liegende Entwicklung des operativen Geschäfts blieb im ersten Halbjahr 2025 anhaltend stark mit einem Ergebnis vor Risikokosten in Höhe von 681,4 Mio. €. Dies entspricht einem Anstieg von 31,0% im Vergleich zum Vorjahr.
Der Nettozinsertrag stieg im ersten Halbjahr 2025, getrieben durch unsere Akquisitionen, um 42,8% bzw. 270,8 Mio. € auf 903,4 Mio. €.
Der Provisionsüberschuss stieg aufgrund der Zukäufe und dem anhaltend positiven Trend über die Bereiche im Retail-
Segment hinweg um 18,3% auf 179,3 Mio. € im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 an.
Die sonstigen Erträge bestehend aus Gewinnen und Verlusten aus Finanzinstrumenten und sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen betrugen 3,0 Mio. € im Vergleich zu -10,3 Mio. € im ersten Halbjahr 2024.
Die operativen Aufwendungen stiegen um 59,5% auf 404,3 Mio. € an und spiegeln die Erweiterung der BAWAG als Gesamtgruppe wider.
Die regulatorischen Aufwendungen betrugen im ersten Halbjahr 2025 20,0 Mio. € im Vergleich zu 8,0 Mio. € im ersten Halbjahr 2024. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die erhöhte Bankenabgabe in Österreich zurückzuführen.
Die gesamten Risikokosten betrugen im ersten Halbjahr 2025 111,2 Mio. €, was einem Anstieg von 53,4 Mio. € oder 92,4% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Dies steht im Zusammenhang mit den Akquisitionen, während die zugrunde
liegende Vermögensqualität des Geschäfts stark blieb, mit einer NPL-Quote von 0,7%. Zum Halbjahr verfügte die BAWAG über Vorsorgen für erwartete Kreditverluste (ECL) in Höhe von insgesamt 162 Mio. € für das performing Kreditportfolio und
326 Mio. € für das non-performing Kreditportfolio, was 54% der Wertberichtigungsdeckungsquote entspricht (nähere Details siehe Note 23, Impairment im Risikobericht).
Aktiva | |||||||||
in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | ||||
Barreserve | 14.991 | 17.604 | -14,8 | 11.831 | 26,7 | ||||
Finanzielle Vermögenswerte | |||||||||
Handelsbestand | 369 | 316 | 16,8 | 58 | >100 | ||||
Zum Zeitwert über die GuV geführt | 573 | 624 | -8,2 | 659 | -13,1 | ||||
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | 1.621 | 1.913 | -15,3 | 2.769 | -41,5 | ||||
Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 53.720 | 49.407 | 8,7 | 37.074 | 44,9 | ||||
Kunden | 49.300 | 45.496 | 8,4 | 32.862 | 50,0 | ||||
Schuldtitel | 4.034 | 3.081 | 30,9 | 3.556 | 13,4 | ||||
Kreditinstitute | 386 | 830 | -53,5 | 656 | -41,2 | ||||
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -371 | -218 | 70,2 | -451 | -17,7 | ||||
Sicherungsderivate | 367 | 331 | 10,9 | 80 | >100 | ||||
Sachanlagen | 459 | 304 | 51,0 | 315 | 45,7 | ||||
Immaterielle Vermögenswerte | 532 | 532 | - | 528 | 0,8 | ||||
Steueransprüche | 131 | 140 | -6,4 | 43 | >100 | ||||
Sonstige Vermögenswerte | 363 | 383 | -5,2 | 231 | 57,1 | ||||
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte | 5 | 5 | - | 496 | -99,0 | ||||
Bilanzsumme | 72.760 | 71.341 | 2,0 | 53.633 | 35,7 | ||||
Die Barreserve sank 2025 im Vergleich zum Jahresende 2024 um 14,8% auf 15,0 Mrd. € und spiegelt 21% der Gesamtbilanz wider.
Im sonstigen Ergebnis ausgewiesene zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte verringerten sich um 15,3%.Die Position zu fortgeführten Anschaffungskosten verzeichnete durch den Erwerb der Barclays Consumer Bank Europe im Vergleich zum Jahresende 2024 einen Anstieg von 4,3 Mrd. € bzw. 8,7% und betrug zum 30. Juni 2025
53,7 Mrd. €.
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte sanken im Vergleich zu Juni 2024 aufgrund des Verkaufs der start:bausparkasse AG, Deutschland, im Juli 2024.Passiva | ||||||||
in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | |||
Verbindlichkeiten | 68.046 | 66.608 | 2,2 | 49.527 | 37,4 | |||
Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||||
Zum Zeitwert über die GuV geführt | 54 | 100 | -46,0 | 102 | -47,1 | |||
Handelsbestand | 650 | 454 | 43,2 | 435 | 49,4 | |||
Zu fortgeführten Anschaffungskosten | 65.935 | 64.608 | 2,1 | 47.457 | 38,9 | |||
Kunden | 47.250 | 46.170 | 2,3 | 32.398 | 45,8 | |||
Eigene Emissionen | 17.697 | 17.174 | 3,0 | 14.193 | 24,7 | |||
Kreditinstitute | 988 | 1.264 | -21,8 | 866 | 14,1 | |||
Bewertungsanpassungen für gegen Zinsrisiken abgesicherte Portfolien | -204 | -220 | -7,3 | -479 | -57,4 | |||
Sicherungsderivate | 93 | 291 | -68,0 | 231 | -59,7 | |||
Rückstellungen | 279 | 285 | -2,1 | 249 | 12,0 | |||
Steuerschulden für laufende Steuern | 226 | 145 | 55,9 | 222 | 1,8 | |||
Steuerschulden für latente Steuern | 141 | 119 | 18,5 | 131 | 7,6 | |||
Sonstige Verbindlichkeiten | 872 | 826 | 5,6 | 743 | 17,4 | |||
Verbindlichkeiten in Veräußerungsgruppen, die zur Veräußerung gehalten werden | - | - | - | 436 | -100,0 | |||
Gesamtkapital | 4.714 | 4.733 | -0,4 | 4.106 | 14,8 | |||
Eigenkapital, das den Eigentümern des Mutterunternehmens zurechenbar ist | 4.038 | 4.025 | 0,3 | 3.635 | 11,1 | |||
AT1-Kapital | 670 | 708 | -5,4 | 471 | 42,3 | |||
Nicht beherrschende Anteile | 6 | - | - | - | - | |||
Passiva | 72.760 | 71.341 | 2,0 | 53.633 | 35,7 | |||
Die finanziellen Verbindlichkeiten zu fortgeführten | ||||||||
Das Gesamtkapital inklusive des Additional-Tier-1-Kapitals betrug zum 30. Juni 2025 4,7 Mrd. €. Am 11. April 2025 wurde die Dividende für 2024 in Höhe von 432 Mio. € ausbezahlt.
KAPITAL- UND LIQUIDITÄTSPOSITION
Die CET1-Zielquote der BAWAG Group liegt bei 12,50%, welche in 2024 um 25 Basispunkte erhöht wurde. Diese Zielkapitalquote berücksichtigt regulatorische
Kapitalanforderungen und ist so kalibriert, dass ein konservativer Abstand zu den von der Aufsicht vorgegebenen Mindestkapitalanforderungen besteht. | |||
Jun 2025 | Dez 2024 | ||
Säule-1-Minimumanforderung | 4,5% | 4,5% | |
Säule-2-Anforderung (CET1-Anforderung; Anforderung gesamt im Jahr 2024/2025 2,5%) | 1,41% | 1,41% | |
Kapitalerhaltungspuffer | 2,5% | 2,5% | |
Systemrisikopuffer | 0,5% | 0,5% | |
O-SII-Puffer | 0,90% | 0,90% | |
Antizyklischer Kapitalpuffer (basierend auf dem Exposure von Juni 2025) | 0,52% | 0,56% | |
Kapitalanforderung | 10,33% | 10,37% | |
Säule-2-Empfehlung (P2G) | 0,50% | 0,50% | |
Kapitalanforderung inklusive Säule-2-Empfehlung | 10,83% | 10,87% | |
CET1-Zielquote1 | 12,50% | 12,50% | |
Management-Puffer zu Kapitalanforderung (in Basispunkten) | 217 | 213 | |
Management-Puffer zu Kapitalanforderung inklusive Säule-2-Empfehlung (in Basispunkten) | 167 | 163 | |
1 Juni 2025: Inklusive Zwischengewinn, Dividenden und Aktienrückkauf. | |||
Die zum 30. Juni 2025 erreichte CET1 Quote lag bei 13,5% (CET1) und somit über unserer Zielkapitalquote von 12,50% als auch über unseren regulatorischen Anforderungen. Diese Kapitalquote berücksichtigt bereits den Abzug der Dividendenabgrenzung in Höhe von 226 Mio. € für das erste Halbjahr 2025 und den Aktienrückkauf in Höhe von 175 Mio. €, der von der Europäischen Zentralbank am 18. Juli 2025 genehmigt und am 23. Juli 2025 gestartet wurde.
Jun 2025 | Dez 2024 | |||
CET1-Kapital (in Mio. €) | 3.153 | 3.134 | ||
Risikogewichtete Aktiva (in Mio. €) | 23.351 | 20.627 | ||
CET1-Quote (nach Abzug der Dividende)1 | 13,5% | 15,2% | ||
Tier1-Quote (nach Abzug der Dividende) | 16,2% | 18,1% | ||
Kapitalquote gesamt (nach Abzug der Dividende) | 19,9% | 21,2% | ||
1 Juni 2025: Inklusive Zwischengewinn, Dividenden und Aktienrückkauf.
Der ausschüttungsfähige Höchstbetrag, basierend auf den Kapitalquoten zum 30. Juni 2025 und unter Berücksichtigung der regulatorischen Kapitalanforderungen für 2025 (Säule-1-Anforderung, Säule-2-Anforderung und Kapitalpuffer-anforderungen), beträgt 741 Mio. € (nach Berücksichtigung der abgegrenzten Dividende von 226 Mio. € für die ersten sechs Monate 2025 und des Aktienrückkaufes in Höhe von 175 Mio. €). Die ausschüttungsfähigen Posten gem. Art. 4.1 (128)
CRR auf Ebene der BAWAG Group AG betragen zum 30. Juni 2025 3,1 Mrd. €.
KapitalausschüttungsstrategieEine starke Kapitalausstattung mit einem konservativen, über die regulatorischen Anforderungen hinausgehenden Puffer ist eine strategische Priorität für die BAWAG Group. Gleichzeitig wollen wir unseren Aktionären einen nachhaltigen und ausgeglichenen Ertrag bieten. Seit unserem Börsegang im Jahr 2017 haben wir 3 Mrd. € Kapital in Form von 2,1 Mrd. € Dividenden und 900 Mio. € Aktienrückkäufen an unsere Aktionäre ausgeschüttet. Dies beinhaltet eine Dividende von 432 Mio. €, entsprechend 5,5 € pro Aktie, die am 11. April 2025 für das Geschäftsjahr 2024 nach Genehmigung durch die Hauptversammlung Anfang April ausgezahlt wurde.
Zusätzlich haben wir 226 Mio. € für Dividenden für das erste Halbjahr 2025 abgegrenzt.
Wir erhielten auch die behördliche Genehmigung für einen Aktienrückkauf in Höhe von 175 Mio. € am 18. Juli 2025, unser vierter Rückkauf seit unserem Börsengang. Aktienrückkäufe bilden einen wesentlichen Bestandteil unseres Rahmenwerks für Kapitalverwendung. Unser Kapitalmanagementansatz ist wie folgt:
Dividenden - 55% Ausschüttung
Wir planen eine Dividendenausschüttungsquote in Höhe von 55% des Nettogewinns, vorbehaltlich unvorhersehbarer Umstände. Die Dividenden werden jährlich nach der Hauptversammlung gemäß dem Beschluss der Aktionäre ausgeschüttet. Die Dividendenausschüttung wird Einschränkungen aus aufsichtsrechtlichen bzw. unternehmens-rechtlichen Vorgaben entsprechen und eventuelle Empfehlungen einer zuständigen Aufsichtsbehörde berücksichtigen.
Verwendung von Überschusskapital
Zusätzliches Kapital wird für Wachstum, M&A, Beteiligungen oder Investitionen in Plattformen verwendet.
Ausschüttung von Überschusskapital
Weiteres Kapital wird, vorbehaltlich unserer jährlichen Beurteilung, für Aktienrückkäufe und/oder Sonderdividenden vorgesehen. Um den jüngsten Unternehmenserwerben Rechnung zu tragen, haben wir unsere Ziel CET1-Quote für die Ausschüttung von Überschusskapital für das Jahr 2025 auf 13% angepasst.
Entwicklungen in anderen Arten der FinanzierungEine zentrale Rolle im Rahmen unserer Tätigkeit spielt die Transformation von Einlagen und anderen Formen der Refinanzierung in Darlehen. Kundeneinlagen bilden nach wie vor einen Grundpfeiler unserer Refinanzierungsstrategie. Zum Halbjahr 2025 wurden ca. 96% unserer Kundenforderungen über Kundeneinlagen refinanziert. Dies wird ergänzt durch verschiedene Formen der Refinanzierung über den Kapitalmarkt.
Die BAWAG Group war ein aktiver Emittent am Kapitalmarkt mit verschiedenen Instrumenten. Im ersten Quartal 2025 wurde eine Senior Preferred-Benchmark-Anleihe in Höhe von
500 Mio. € erfolgreich emittiert. Bei dieser Platzierung handelte es sich um eine grüne Anleihe im Rahmen unseres Green-Bond-Frameworks, das ein wichtiges Element unserer Finanzierungsstrategie darstellt. Auf der Kapitalseite emittierte die BAWAG eine Tier-2-Anleihe in Höhe von 250 Mio. € im ersten Quartal 2025.
Mindestanforderungen an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten (MREL)Im Februar 2025 erhielt die BAWAG Group die neue MREL-Entscheidung vom Single Resolution Board (SRB). Die Entscheidung basiert auf einer Single-Point-of-Entry-Strategie mit BAWAG P.S.K. AG als Abwicklungseinheit. Die MREL-Anforderung (inkl. Kapitalpufferanforderung) wurde darin auf 27,1% der RWA auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt. Die derzeitige MREL-Entscheidung beinhaltet kein Nachrangigkeitserfordernis. Zusätzlich zur MREL-Anforderung als Prozentsatz von RWA beinhaltet die neue SRB-Entscheidung auch eine Anforderung als Prozentsatz der LRE (Leverage Ratio Exposure). Dieses wurde auf 5,9% auf konsolidierter Ebene der BAWAG P.S.K. AG festgelegt.
Per 30. Juni 2025 verfügte die BAWAG über MREL-fähige Instrumente von 32,1% der RWA und 10,0% der LRE. Damit erfüllte die BAWAG die finalen Anforderungen auf Basis der RWA und der LRE.
LiquiditätsmanagementDie BAWAG Group behält im Liquiditätsmanagement ihren konservativen Ansatz bei, was sich in einer starken Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 237% und einer Cash-Position von 15,0 Mrd. € oder 21% zum Halbjahr 2025 widerspiegelt. Die BAWAG Group übertrifft damit deutlich die regulatorische LCR-Anforderung von 100%.
GESCHÄFTSSEGMENTERETAIL & SME
Geschäftsverlauf
Im ersten Halbjahr 2025 erwirtschaftete das Segment Retail & SME einen Jahresüberschuss vor Steuern von 442 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 34,2%; die Cost/ Income Ratio lag bei 38,6%. Die starke Entwicklung spiegelt primär die Akquisitionen wider: Knab, die am 1. November 2024 abgeschlossen wurde, sowie die Barclays Consumer Bank Europe, abgeschlossen am 1. Februar 2025. Die Qualität unserer Vermögenswerte blieb stark, wobei die NPL-Quote auf 1,1% zurückgegangen ist.
Unsere Teams setzten unsere Strategie der Vereinfachung unseres Geschäfts weiter um, um sich an verändertes Kundenverhalten anzupassen und unsere Betriebsabläufe effizienter zu gestalten. Wir konzentrierten uns auf die Beibehaltung disziplinierter Preisgestaltung und risikoadjustierter Renditen und erfüllten gleichzeitig weiterhin unser Versprechen, einfache, transparente und zuverlässige Finanzprodukte anzubieten.
Unsere Übernahmen von Barclays Consumer Bank Europe und Knab sind ein wichtiger Schritt in unserer strategischen Expansion. Diese Übernahmen stärken unsere Position in wichtigen europäischen Märkten und erweitern unser Produktangebot und unseren Kundenstamm. Barclays Consumer Bank Europe erweitert das Angebot der BAWAG im deutschen Retail- und KMU-Banking-Bereich mit einer starken Verbraucherkreditplattform, die sich auf Kreditkarten, Privatkredite und Sparprodukte für einen großen und vielfältigen Kundenstamm konzentriert, während Knab unseren digitalen Retail- und KMU-Kundenstamm und unsere Präsenz mit einem starken Angebot im Segment der Selbstständigen in den Niederlanden erweitert.
AusblickMit Blick auf die Zukunft konzentrieren wir uns weiterhin auf die Umsetzung unserer langfristigen Strategie und bieten unseren über 4 Mio. Kunden die besten Produkte und Dienstleistungen auf die effizienteste und einfacheste Weise an. Wir werden unsere Position durch erweiterte Kooperationen und M&A-Aktivitäten stärken, sowohl innerhalb als auch außerhalb der DACH/NL-Region. Während wir in unseren Kernmärkten weiter expandieren, werden wir den Schwerpunkt auf lokale Vertriebskanäle legen, während wir die Größe der Gruppe für die Skalierung von TechOps und der zentralen Funktionen nutzen.
Unser vereinfachtes Betriebsmodell und unser Fokus auf Effizienz verschaffen uns einen wettbewerbsfähigen Kostenvorteil, der es uns ermöglicht, in Märkten mit niedrigem Risiko, aber starker Konkurrenz erfolgreich zu sein. Trotz der Herausforderungen im breiteren Marktumfeld bleiben wir der Bereitstellung zuverlässiger Finanzlösungen für unsere Kunden verpflichtet.
Finanzergebnisse | ||||||||||||||
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % | |||||||||||
Nettozinsertrag | 733,5 | 457,7 | 60,3 | |||||||||||
Provisionsüberschuss | 164,9 | 136,5 | 20,8 | |||||||||||
Operative Kernerträge | 898,4 | 594,1 | 51,2 | |||||||||||
Sonstige Erträge1 | 2,1 | 1,5 | 40,0 | |||||||||||
Operative Erträge | 900,5 | 595,6 | 51,2 | |||||||||||
Operative Aufwendungen | -347,4 | -190,9 | -82,0 | |||||||||||
Ergebnis vor Risikokosten | 553,1 | 404,7 | 36,7 | |||||||||||
Regulatorische Aufwendungen | -10,2 | -4,3 | <-100 | |||||||||||
Risikokosten | -100,9 | -50,8 | -98,6 | |||||||||||
Jahresüberschuss vor Steuern | 442,0 | 349,6 | 26,4 | |||||||||||
Steuern vom Einkommen | -110,5 | -87,5 | -26,3 | |||||||||||
Nettogewinn | 331,5 | 262,2 | 26,4 | |||||||||||
Kennzahlen | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | |||||||||||
Return on Tangible Common Equity2 | 34,2% | 34,8% | -0,6 | |||||||||||
Nettozinsmarge | 3,95% | 4,18% | -0,23 | |||||||||||
Cost/Income Ratio | 38,6% | 32,1% | 6,5 | |||||||||||
Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,54% | 0,46% | 0,08 | |||||||||||
NPL Ratio | 1,1% | 1,9% | -0,8 | |||||||||||
Geschäftsvolumina in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | |||||||||
Zinstragende Aktiva | 38.032 | 34.106 | 11,5 | 21.836 | 74,2 | |||||||||
Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) | 37.127 | 23.848 | 55,7 | 21.892 | 69,6 | |||||||||
Risikogewichtete Aktiva | 15.448 | 12.424 | 24,3 | 9.510 | 62,4 | |||||||||
Eigene Emissionen | 11.974 | 12.096 | -1,0 | 9.812 | 22,0 | |||||||||
Kundeneinlagen | 43.672 | 40.222 | 8,6 | 27.399 | 59,4 | |||||||||
Kundeneinlagen (Durchschnitt) | 42.492 | 28.629 | 48,4 | 26.585 | 59,8 | |||||||||
Kundenrefinanzierung | 55.756 | 52.448 | 6,3 | 37.356 | 49,3 | |||||||||
Kundenrefinanzierung (Durchschnitt) | 55.500 | 39.885 | 39,2 | 37.484 | 48,1 | |||||||||
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen.
2 Alle Angaben zu Eigenkapital, Kapital, Quoten und aktienrelevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2025 reflektieren den Abzug der Dividende und des Aktienrückkaufs.
CORPORATES, REAL ESTATE AND PUBLIC SECTOR
Geschäftsverlauf
Das Segment Corporates, Real Estate & Public Sector erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2025 einen Jahresüberschuss vor Steuern von 98 Mio. € und einen Return on Tangible Common Equity von 28,2% bei einer Cost/Income-Ratio von 24,0%. Die Kernerträge sanken um 7,5% im ersten Halbjahr 2025, wobei der Schwerpunkt auf risikoadäquaten Erträgen lag. Die durchschnittlichen zinstragenden Aktiva lagen bei 13,7 Mrd. €, was einem Wachstum von 1,8% im Vergleich zum Gesamtjahr 2024 entspricht.
Das überhitzte Kreditumfeld besteht weiterhin, und wir haben auch in der ersten Hälfte des Jahres 2025 Geduld und Disziplin bewahrt.
AusblickWir sind im ersten Halbjahr 2025 geduldig geblieben und legten den Fokus nicht auf bloßes Volumenswachstum. Für die zweite Jahreshälfte sehen wir eine solide Pipeline vielfältiger Möglichkeiten. Der Wettbewerb um defensive Transaktionen von hoher Qualität bleibt jedoch unverändert hoch. Wir werden weiterhin diszipliniert und konservativ bei der Kreditvergabe bleiben und auf risikoadäquate Erträge achten, anstatt Geschäft für das Volumenwachstum zu machen.
Finanzergebnisse | |||||||||||
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % | ||||||||
Nettozinsertrag | 129,5 | 139,5 | -7,2 | ||||||||
Provisionsüberschuss | 14,5 | 16,1 | -9,9 | ||||||||
Operative Kernerträge | 144,0 | 155,6 | -7,5 | ||||||||
Sonstige Erträge1 | 1,6 | -0,9 | - | ||||||||
Operative Erträge | 145,6 | 154,7 | -5,9 | ||||||||
Operative Aufwendungen | -34,9 | -39,4 | 11,4 | ||||||||
Ergebnis vor Risikokosten | 110,7 | 115,2 | -3,9 | ||||||||
Regulatorische Aufwendungen | -4,6 | -1,8 | <-100 | ||||||||
Risikokosten | -8,2 | -7,1 | -15,5 | ||||||||
Jahresüberschuss vor Steuern | 97,9 | 106,3 | -7,9 | ||||||||
Steuern vom Einkommen | -24,5 | -26,5 | 7,5 | ||||||||
Nettogewinn | 73,4 | 79,8 | -8,0 | ||||||||
Kennzahlen | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. %Pkt. | ||||||||
Return on Tangible Common Equity2 | 28,2% | 23,0% | 5,2 | ||||||||
Nettozinsmarge | 1,89% | 2,04% | -0,15 | ||||||||
Cost/Income Ratio | 24,0% | 25,5% | -1,5 | ||||||||
Risikokosten / zinstragende Aktiva | 0,12% | 0,10% | 0,02 | ||||||||
NPL Ratio | 0,1% | 0,8% | -0,7 | ||||||||
Geschäftsvolumina in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | ||||||
Zinstragende Aktiva | 13.331 | 13.339 | -0,1 | 13.234 | 0,7 | ||||||
Zinstragende Aktiva (Durchschnitt) | 13.702 | 13.464 | 1,8 | 13.656 | 0,3 | ||||||
Risikogewichtete Aktiva | 4.881 | 4.935 | -1,1 | 5.054 | -3,4 | ||||||
Eigene Emissionen | 1.321 | 1.331 | -0,8 | 1.289 | 2,5 | ||||||
Kundeneinlagen | 4.082 | 6.557 | -37,7 | 5.979 | -31,7 | ||||||
Kundeneinlagen (Durchschnitt) | 5.414 | 6.397 | -15,4 | 6.444 | -16,0 | ||||||
Kundenrefinanzierung | 6.139 | 8.669 | -29,2 | 8.053 | -23,8 | ||||||
Kundenrefinanzierung (Durchschnitt) | 7.459 | 8.369 | -10,9 | 8.330 | -10,5 | ||||||
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen.
2 Alle Angaben zu Eigenkapital, Kapital, Quoten und aktienrelevanten Kennzahlen für das erste Halbjahr 2025 reflektieren den Abzug der Dividende und des Aktienrückkaufs.
CORPORATE CENTER AND TREASURY
Geschäftsverlauf
Mit 30. Juni 2025 belief sich das Investmentportfolio auf 3,9 Mrd. € und die Liquiditätsreserve auf 14,2 Mrd. €. Die durchschnittliche Laufzeit des Anlageportfolios betrug 2,8 Jahre und umfasste rund 100% Wertpapiere mit Investment-Grade-Rating, von denen 83% in der Kategorie A oder höher geratet waren. Zum Juni 2025 hatte das Portfolio kein direktes Engagement in China, Russland, der Ukraine oder dem Nahen Osten und ein begrenztes Engagement in den Ländern Mittel-und Osteuropas.
AusblickTreasury wird sich weiterhin auf die Beibehaltung schlanker Prozesse und einfacher Produkte zur Unterstützung der operativen Kernaktivitäten und Kundenbedürfnisse der BAWAG Group konzentrieren. Der Weg der Zentralbanken wird im Hinblick auf die Lockerung der Geldpolitik und die wirtschaftliche und fiskalische Entwicklung in den europäischen Kernländern ein Kernthema der Finanzmärkte sein. Wir sind bestrebt, eine hohe Kreditqualität und hoch liquide Anlagen mit einer soliden Diversifizierung aufrechtzuerhalten.
Finanzergebnisse | |||||||||||
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio. € | Jan-Jun 2025 | Jan-Jun 2024 | Vdg. % | ||||||||
Nettozinsertrag | 40,4 | 35,4 | 14,1 | ||||||||
Provisionsüberschuss | -0,1 | -1,0 | -90,0 | ||||||||
Operative Kernerträge | 40,3 | 34,5 | 16,8 | ||||||||
Sonstige Erträge1 | -0,7 | -10,9 | -93,6 | ||||||||
Operative Erträge | 39,6 | 23,6 | 67,8 | ||||||||
Operative Aufwendungen | -22,0 | -23,3 | 5,6 | ||||||||
Ergebnis vor Risikokosten | 17,6 | 0,4 | >100 | ||||||||
Regulatorische Aufwendungen | -5,2 | -1,9 | <-100 | ||||||||
Risikokosten | -2,1 | 0,1 | - | ||||||||
Jahresüberschuss vor Steuern | 12,0 | 0,0 | - | ||||||||
Steuern vom Einkommen | -5,7 | -0,3 | >100 | ||||||||
Nettogewinn | 6,3 | -0,1 | - | ||||||||
Geschäftsvolumina in Mio. € | Jun 2025 | Dez 2024 | Vdg. % | Jun 2024 | Vdg. % | ||||||
Aktiva | 21.397 | 23.896 | -10,5 | 18.563 | 15,3 | ||||||
Risikogewichtete Aktiva | 3.022 | 3.269 | -7,6 | 3.431 | -11,9 | ||||||
Eigenkapital | 3.812 | 4.302 | -11,4 | 3.447 | -2,7 | ||||||
Eigene Emissionen und sonstige Verbindlichkeiten | 4.693 | 5.921 | -20,7 | 4.777 | 9,0 | ||||||
1 Die "Sonstigen Erträge" beinhalten Gewinne und Verluste aus Finanzinstrumenten inkl. sonstiger betrieblicher Erträge und Aufwendungen.
AUSBLICK UND ZIELEDie erste Hälfe 2025 war von stagnierender Wirtschaft, nachlassender aber nicht beendeter Inflation, einer lockeren Geldpolitik der EZB, internationalen Handelskonflikten und fiskalpolitischen Gegenmaßnahmen geprägt, deren Wirkung aber noch aussteht.
Unser Schwerpunkt auf dem Kostenmanagement und der Beibehaltung einer konservativen und disziplinierten Risikobereitschaft ist wichtiger denn je. Die Chance liegt darin, unsere Kostendisziplin beizubehalten und uns auf risikobereinigte Erträge zu konzentrieren, während wir die Vorteile eines normalisierten Zinsumfelds nutzen. Die Widerstandsfähigkeit unseres Geschäfts liegt in unserer Fähigkeit, über alle Zyklen hinweg Ergebnisse zu erzielen, denn wir sind für alle Zyklen gerüstet. Unser Ansatz ist einheitlich: Wir konzentrieren uns auf die Dinge, die wir kontrollieren können, sind ein disziplinierter kommerzieller Kreditgeber, behalten eine konservative Risikobereitschaft bei und verfolgen nur nachhaltiges und profitables Wachstum.
Unser Ausblick bzw. unsere Ziele bleiben unverändert:
Ausblick | |||||
Finanzziele | 2027 | 2025 | 2024 | ||
Ergebnis nach Steuern | > 1 Mrd. € | > 800 Mio. € | 760 Mio. € | ||
Ertrag pro Aktie | > 13,0 € | > 10,0 € | 9,6 € | ||
Ertragsziele | 2025 & darauf folgend | 2024 | ||
Return on Tangible Common Equity | >20% | 26,0% |
Wir erwarten für 2025 einen Nettogewinn von mehr als 800 Mio. €, wobei der Anstieg der Zinserträge und Kernumsätze größtenteils durch die Akquisitionen getrieben wird.
Im Hinblick auf Ausschüttungen planen wir eine Dividenden-Ausschüttungsquote von 55%. Unser Hauptfokus wird auf Wachstum, M&A, Minderheiten- oder Plattforminvestitionen liegen.
Der Vorstand hat Ende Juni auf Grundlage unserer Dividendenpolitik Dividendenabgrenzungen in Höhe von 226 Mio. € abgezogen. Der genehmigte Aktienrückkauf in Höhe von 175 Mio. € wurde am 23. Juli 2025 gestartet und soll voraussichtlich bis Ende des Jahres abgeschlossen werden, mit dem primären Ziel, die erworbenen Aktien zu annullieren.
Wir werden weiterhin an unserer risikoarmen Strategie festhalten, die sich auf die DACH/NL-Region, Westeuropa und die Vereinigten Staaten konzentriert, und unseren Kunden einfache, unkomplizierte und verlässliche Finanzprodukte und
-dienstleistungen anbieten, die deren Bedürfnissen entsprechen.
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BAWAG Group AG published this content on July 31, 2025, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on July 31, 2025 at 20:22 UTC.

















