Von Markus Klausen
DOW JONES--Die hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern treibt das Geschäft von Rheinmetall weiter an. Analysten trauen dem DAX-Konzern das erhoffte starke vierte Quartal zu, in dem die operative Marge bei 26,5 Prozent liegen soll. Das würde nochmals deutlich über dem guten Wert des Vorjahres von 22,5 Prozent liegen. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung ist besonders das lukrative Geschäft für Munition, für das die Nachfrage immer weiter steigt. Im Fokus bei Vorlage der Geschäftszahlen am Mittwoch werden neben dem Ausblick die Neuaufträge oder der Verkauf von Power Systems sein.
Darauf werden Investoren achten:
STARKES SCHLUSSQUARTAL: Wie in den Vorjahren sollte Rheinmetall ein starkes viertes Quartal erreicht haben. Analysten rechnen mit einem Umsatzplus um ein Fünftel, der Gewinn sollte um knapp die Hälfte gestiegen sein. Die gute Margenentwicklung ist vor allem auf den Bereich Weapon and Ammunition zurückzuführen. Analysten von MWB zufolge dürfte der Anteil der Division am Gesamtumsatz weiter zulegen und 2030 rund 30 Prozent erreichen. Die operative Marge im Konzern dürfte besonders wegen großkalibriger Artilleriemunition sogar knapp 30 Prozent erreichen. Doch hier drohen auch Risiken.
AUSBLICK: MWB betont Folgen aus einer sich möglicherweise verändernden Kriegsführung. Sollte deswegen beispielsweise der Artillerieverbrauch nicht so stark ansteigen wie erwartet, könnten die Margen der Gruppe unter Druck kommen. Aktuell liege die Konsensschätzung für die Marge 2030 bei rund 24 Prozent. Rheinmetall selbst hat ein langfristiges Margenziel von mehr als 20 Prozent.
Für das laufende Jahr sollte der Düsseldorfer DAX-Konzern voll auf Kurs sein. Der Umsatz dürfte angesichts des Auftragsbestandes und weiteren Aufträgen um mindestens 40 Prozent steigen. Die operative Marge dürfte mit 19,6 Prozent im Bereich es langfristigen Ziels liegen.
POWER SYSTEMS: Die Zeit drängt beim Verkauf der Krisensparte, da der Verkauf eigentlich bis zum Ende des ersten Quartals stehen sollte. Zuletzt hieß es, dass man noch mit zwei Bietern über das Geschäft zur Belieferung der Autobranche verhandelt. CEO Armin Papperger dürfte zum aktuellen Stand der Gespräche ein Update geben.
=== . PROG PROG PROG 4. QUARTAL 2025 4Q25 gg Vj Zahl 4Q24 Umsatz 4.185 +20% 7 3.483 Operatives Ergebnis 1.111 +44% 6 773 Operative Ergebnismarge 26,5 -- -- 22,2 Ergebnis nach Steuern/Dritten 637 +27% 6 502 Ergebnis je Aktie 13,96 +25% 4 11,20 . PROG PROG PROG GESAMTJAHR 2025 Gj25 gg Vj Zahl Gj24 Umsatz 10.118 +4% 13 9.751 Operatives Ergebnis 1.920 +30% 13 1.478 Operative Ergebnismarge 19,0 -- 13 15,2 Ergebnis nach Steuern/Dritten 979 +37% 13 717 Ergebnis je Aktie 22,44 +21% 13 18,52 Dividende je Aktie 10,54 +30% 13 8,10 . PROG PROG GESAMTJAHR 2026 Gj26 Zahl Umsatz 14.132 15 Operatives Ergebnis 2.770 15 Operative Ergebnismarge 19,6 15 Ergebnis nach Steuern/Dritten 1.709 15 Ergebnis je Aktie 37,97 15 Dividende je Aktie 15,76 15 ===
ERLÄUTERUNGEN:
- alle Angaben in den Tabellen in Millionen Euro, Ausnahme Ergebnis und Dividende je Aktie in Euro, Marge in Prozent
- Bilanzierung nach IFRS
- Quellen: Angaben des Unternehmens. Prognosen von Vara Research und Visible Alpha
- ggVj = Veränderung in Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum
- das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr
- alle Angaben ohne Gewähr
Kontakt: redaktion.de@dowjones.com
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March 11, 2026 00:45 ET (04:45 GMT)


















