Alibaba bereitet die Integration seiner KI-Plattform Qwen in den Online-Marktplatz Taobao vor. Ziel ist es, den Einkaufsprozess weg von der Stichwortsuche hin zu dialogbasierten Interaktionen zu verlagern, wie eine mit der Entscheidung vertraute Quelle berichtet.

Dieser Schritt wird es Konsumenten ermöglichen, Artikel direkt über die Qwen-App zu suchen, zu vergleichen und zu kaufen, indem sie mit dem KI-Agenten chatten, anstatt manuell durch Produktlisten zu navigieren.

Die Qwen-App wird Zugriff auf den gesamten Katalog von Taobao und Tmall mit über 4 Milliarden Produkten haben, unterstützt durch eine 'Skills Library', die in der Lage ist, Logistik und After-Sales-Services zu verwalten. Zudem wird sie Einkaufsempfehlungen basierend auf der Bestellhistorie und den Präferenzen der Nutzer aussprechen.

Innerhalb von Taobao wird Alibaba einen Qwen-basierten KI-Einkaufsassistenten einführen, der Funktionen wie virtuelle Anproben und eine 30-tägige Preisverfolgung umfasst.

Alibabas Vorstoß in den KI-gesteuerten Handel verdeutlicht die Kluft zwischen chinesischen und westlichen E-Commerce-Plattformen; Chinas Modell erlaubt es, KI direkt in Live-Transaktionen einzubetten. In den USA sind die Plattformen fragmentierter: Amazon nutzt KI zur Optimierung des Marktplatzes, bleibt jedoch bei der vollen Autonomie vorsichtig. Das kanadische Unternehmen Shopify ermöglicht die Nutzung externer KI-Agenten, anstatt eine eigene integrierte Consumer-KI-Plattform zu betreiben.