DOW JONES--Unsere Auswahl an Ereignissen aus der Finanz- und Wirtschaftswelt, die in der Woche im Fokus stehen werden (Angaben in Ortszeit Deutschland):

1. Große US-Banken mit gutem Jahresauftakt

Die großen US-Banken dürften im ersten Quartal trotz aller Widrigkeiten für die Weltkonjunktur gut verdient haben. Analysten rechnen für den Sektor mit einem Gewinnanstieg um 18 Prozent. Die Investmentbanking-Abteilungen und die Handelstische dürften von einer Reihe großer Finanzierungsrunden, unter anderem bei OpenAI und Anthropic, sowie von der historischen Volatilität auf den Aktien- und Anleihemärkten profitiert haben. Ein besonderer Blick gilt dem Thema Private Credit, das zuletzt für Unruhe bei den Anlegern gesorgt hat.

>>> Montag, 13. April 2026; 13:30 Goldman Sachs

>>> Dienstag, 14. April 2026; 12:45 JP Morgan

>>> Dienstag, 14. April 2026; 14:00 Citigroup

>>> Mittwoch, 15. April 2026; 12:45 Bank of America

>>> Mittwoch, 15. April 2026; 13:30 Morgan Stanley

2. IWF veröffentlicht Weltwirtschaftsausblick

In Washington findet die Frühjahrskonferenz von IWF und Weltbank statt. Aus diesem Anlass veröffentlicht der IWF zwei Berichte, die regelmäßig große Aufmerksamkeit finden. Einer ist der Weltwirtschaftsausblick, der Wachstumsprognosen für das laufende und kommende Jahr enthält. Angesichts der Unsicherheit, die der Iran-Krieg mit sich bringt, wird der IWF mehrere Szenarien veröffentlichen, aber selbst im optimistischsten seine Wachstumsprognose für 2026 senken. Das hat IWF-Chefin Kristalina Georgieva bereits in ihrer Auftaktrede angekündigt.

>>> Dienstag, 14. April 2026; 14:00

3. IWF veröffentlicht Fiscal Monitor

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sorgt sich traditionell um die Schuldentragfähigkeit von Staaten. Ein spezielles Sorgenkind sind in diesem Zusammenhang die USA, dem der IWF seit Jahren relativ unverblümt vorhält, keine Strategie für den Abbau seiner immer größer werdenden Staatschulden zu haben. Die USA haben in den vergangenen Jahren trotz einer kräftig wachsenden Wirtschaft hohe Haushaltsdefizite gefahren. Von den jüngsten kriegsbedingten Problemen dürften die USA, die diesen Krieg angefangen haben, weniger als andere Volkswirtschaften betroffen sein. Gleichwohl dürften Defizit- und Schuldenquote bei geringerem Wachstum auch hier steigen. Der IWF dürfte ganz allgemein darauf hinweisen, dass viele Länder, die derzeit zusätzlich Schulden für die Unterstützung ihrer Bevölkerung machen, sich diese eigentlich nicht leisten können.

>>> Mittwoch, 15. April 2026; 15:00

4. Chinas BIP-Wachstum verstärkt sich im ersten Quartal leicht

Chinas Wirtschaftswachstum dürfte sich im ersten Quartal leicht beschleunigt haben. Analysten rechnen laut Factset-Konsens damit, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) mit einer Jahresrate von 4,7 (Vorquartal: 4,6) Prozent gestiegen ist. Das offizielle Wachstumsziel der Regierung für 2026 liegt bei 4,5 bis 5 Prozent und damit etwas niedriger als zuletzt (rund 5 Prozent).

>>> Donnerstag, 16. April 2026; 04:00

5. EZB-Protokoll gibt Einblick in Diskussionen nach Beginn des Iran-Kriegs

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hatte seinen Leitzins am 19. März unverändert gelassen und die Absicht geäußert, zunächst abzuwarten, ob sich die höheren Energiepreise auf andere Wirtschaftsbereiche ausbreiten würden. Man wollte beobachten, wie hoch der Ölpreis steigt, wie lange der Krieg dauern und welchen Schaden er anrichten würde. Das Basisszenario der Stabsprojektionen zu Wachstum und Inflation beruhte auf der Annahme, dass der Ölpreis im zweiten Quartal nicht höher als 90 US-Dollar liegen würde und der Gaspreis nicht über 50 Euro. Aus heutiger Sicht scheinen diese Prognosen recht optimistisch. Analysten werden das Protokoll auf Hinweise danach absuchen, ob angesichts der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten eine Zinserhöhung im April wahrscheinlich ist.

>>> Donnerstag, 16. April 2026; 13:30

6. Cash-Boost von Netflix im Blick

Anleger werden darauf blicken, was der US-Streamingdienst Netflix mit dem Cash-Boost aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros. Discovery plant. Nach dem Netflix-Rückzug aus dem bereits vereinbarten knapp 83-Milliarden-Dollar-Deal übernimmt Paramount Skydance nun Warner und begleicht nun auch die fällige 2,8-Milliarden-Dollar-Entschädigung. Dies wird die Netflix-Bilanz deutlich stärken und der Konzern kann verstärkt in eigene Aktienrückkäufe sowie den Ausbau von Live-Sportrechten investieren. Die Anleger könnten nun ein Bekenntnis von Netflix zum organischen Wachstum erwarten und Aussagen im Blick haben, wie die Marktführerschaft auch ohne teure Zukäufe, aber mit gestärkter Nettoliquidität behauptet wird.

>>> Donnerstag, 16. April 2026; 22:00

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Mitarbeit: Hans Bentzien, Christine Benders-Rüger, Matthias Goldschmidt

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DJG/hab

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April 13, 2026 00:00 ET (04:00 GMT)